Geboren 1530 oder 1540 in Kärnten, Heiliges Römisches Reich.
Gestorben 1595 in Sankt Veit an der Glan, Kärnten.

Pfarrer und Kärntner Geschichtsschreiber.

Christalnick studierte an der Universität Tübingen, predigte zunächst in Althofen und Sankt Veit und war dann als Prädikant und Burgkaplan bei den Khevenhüllers auf Burg Hochosterwitz und sowie den Ungnads auf Sonnegg im Jauntal tätig. Er war glaubensstreng, doch kein Fanatiker.

Für die Ungnads und die Ortenburger verfasste er Familienchroniken. Karl von Liechtenstein auf Murau (Steiermark) und Ehrenreich von Ungnad bezeichnete er als seine Förderer. Im Auftrag von Kärntner Adelsfamilien und der Kärntner Stände verfasste Christalnick bis 1588 nach dem Vorbild des Humanisten Wolfgang Lazius eine Kärntner Geschichtschronik. Es war die ersten vollständigen Geschichte Kärntens. Sie wurde 1612 von seinem Schüler Hieronymus Megiser als Annales Carinthiae herausgegeben.

 

Siehe auch:

 

Weblinks (Auswahl):

 

Literatur (Auswahl):

  • Wilhelm, Neumann: Michael Gothard Christalnick – Kärntens Beitrag zur Geschichtsschreibung des Humanismus. Das Kärntner Landesarchiv, Band: 24. 2. erw. Auflage. Klagenfurt: Verlag des Landesmuseums für Kärnten, 1999.